Wie WLAN-QR-Codes funktionieren: Das universelle WIFI: URI-Protokoll erklärt
Das Verbinden von Mobilgeräten mit einem WLAN-Netzwerk gehört traditionell zu den fehleranfälligsten Aufgaben im IT-Alltag. Sichere Pre-Shared Keys (PSKs) bestehen häufig aus 16 bis 32 Zeichen mit leicht verwechselbaren Symbolen wie Groß-I, Klein-l, der Zahl 1 sowie Sonderzeichen (#, &). Das manuelle Tippen auf Touchscreens führt regelmäßig zu Tippfehlern, Verbindungsbrüchen und Frustration.
Das standardisierte WIFI: URI-Schema
WLAN-QR-Codes lösen dieses Problem, indem sie Netzwerkverbindungsparameter direkt in ein universelles URI-Format einbetten. Dieses wurde durch die Open-Source-Bibliothek ZXing populär gemacht und anschließend von Apple iOS (ab iOS 11) und Google Android (ab Android 10) nativ übernommen:
WIFI:S:MeinHeimnetzwerk;T:WPA;P:GeheimesPasswort2026;H:false;;
- S: (SSID): Der Service Set Identifier (Netzwerkname) Ihres Access Points. Sonderzeichen wie Doppelpunkte, Semikolons, Kommas und Backslashes werden mit einem vorangestellten Backslash maskiert.
- T: (Authentifizierungstyp): Definiert das Verschlüsselungsprotokoll. Unterstützt werden WPA (deckt WPA, WPA2 und WPA3-Personal ab), WEP (für ältere 64/128-Bit WEP-Schlüssel) oder nopass (für offene Netzwerke).
- P: (Passwort / PSK): Der Pre-Shared Key oder die Passphrase zur Authentifizierung im Netzwerk.
- H: (Versteckte SSID): Ein Boolean-Flag (true oder false), das dem WLAN-Modul des Mobilgeräts mitteilt, ob es aktive Probe-Requests senden soll, um eine SSID ohne Beacon-Frames zu finden.
Da dieses Schema auf Betriebssystemebene erkannt wird, öffnet das Scannen mit der Smartphone-Kamera sofort einen Systemdialog: 'Dem Netzwerk MeinHeimnetzwerk beitreten?'. Ein Tippen auf 'Beitreten' startet den 802.11 4-Wege-Handshake sofort – ohne zusätzliche Apps oder manuelles Navigieren in den Einstellungen.

